Integration - Theorie und Kritik eines soziologischen Grundbegriffs

Der Veranstaltungsort ist rollstuhlgerecht.
REGULÄR
SEMINAR

14:15 - 15:45 Uhr / UniMS

Die Frage nach der Möglichkeit von gesellschaftlicher Ordnung (Simmel) und entsprechenden Mechanismen des Zusammenhalts ist eine – wenn nicht gar die – Grundfrage der klassischen soziologischen Theorie. Für frühere Theoretiker:innen, etwa Durkheim oder Parsons, stand fest, dass nur dort von Gesellschaft die Rede sein kann, wo dem Differenzierenden etwas Verbindendes, etwas Integratives, gegenübergestellt ist. Jüngere Ansätze, vor allem aber die Systemtheorie von Luhmann, betonen hingegen die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung von Differenz und problematisieren in diesem Zuge die Vorstellung einer normativ fundierten Integration der Gesellschaft. Mit der von David Lockwood eingebrachten und sodann von Jürgen Habermas aufgenommenen Unterscheidung zwischen Sozial- und Systemintegration wurde die Integrationsfrage zudem vervielfacht: Die soziologische Analyse schaut nicht mehr exklusiv auf das Verhältnis von Mensch und Gesellschaft, sondern fragt auch nach der (Un-)Möglichkeit der Koordination von großformatigen Einheiten, etwas von Politik, Wirtschaft oder Recht.

Die Veranstaltung ist eine reguläre Lehrveranstaltung.

Dozent*innen: Nicolas Wülbeck

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Veranstaltende Hochschule / Einrichtung



Veranstaltungsort: Scharnhorststraße 121
Raum: SCH 121.554
Etage: 1. OG

Der Veranstaltungsraum ist für Personen mit Mobilitätseinschränkungen zugänglich.
Bitte informieren Sie sich im Vorfeld hier:



Buslinie(n): 2, 10
Haltestelle: Platz der Weißen Rose


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